AOK-Kindertheater / Henriettas Reise ins Weltall

Henriettas Reise ins Weltall

Der neueste Streich aus dem Präventionstheaterprojekt der AOK Nordost thematisiert das Zusammenleben in der Familie mit all seinen Facetten und zeigt auf, wie sehr gemeinsame Regeln und Rituale das Miteinander in Familie und Schule erleichtern.

Die Gesundheit von Kindern hängt nicht nur davon ab, wie sie sich ernähren und wie viel sie sich bewegen. Gesundheit ist auch eine Frage des sozialen Gefüges, in dem Kinder aufwachsen. Die aktuelle AOK-Studie „Familie und Gesundheit“ bestätigt diese These: Demnach muss zunächst die familiäre Grundlage stimmen, Faktoren wie ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, der Aufbau sozialer Kompetenzen und seelische Ausgeglichenheit müssen einen Platz im Leben eines Kindes haben. Dabei meint „Familie“ nicht nur die klassische Konstellation aus Vater, Mutter und Kind. Das System Familie kann in unterschiedlichsten Formen funktionieren.

Schulen und Kitas sind ebenfalls Teil des Systems „Familie“. Gleichzeitig sind sie oft der Grund für Konflikte zwischen Kindern und Eltern.

Kein Thema wird in Familien so heiß diskutiert wie Schule. Das kommt nicht von ungefähr: Pädagogische Einrichtungen spielen für Kinder in emotionaler und sozialer Hinsicht eine ähnlich wichtige Rolle wie die Eltern. Auch in Schule und Kita bestimmten Werte, Regeln und Rituale das Miteinander. Im Idealfall erleben und erlenen Kinder in Schule oder Kita und zu Hause das gleiche Werte- und Regelsystem. Schlagwörter dabei sind: Offenheit und Kooperationsbereitschaft.

Auf der Basis der AOK-Studienergebnisse entstand das überarbeitete Konzept des AOK-Kindertheaters. Kernthemen bleiben: gesunde Ernährung, Bewegung, seelische Gesundheit und soziale Kompetenzen.

Allerdings verschiebt sich im neuen Stück der Fokus auf den Schwerpunkt „gesundes Familienleben“. Das Theaterstück soll Impulsgeber sein und Anregungen für einen gesundheitsfördernden Alltag in Familien geben. Es soll die Basis für eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema innerhalb sozialer Gemeinschaften sein – in der Familie, in der Schule oder in der Kita.

Fotos aus dem Theaterstück "Henriettas Reise ins Weltall"

Zu den Sternen: „Henriettas Reise ins Weltall“

Henrietta hat die Nase voll. Sie hat zuhause einfach viel zu viel zu tun. Dann streitet sie sich auch noch mit ihrem Vater. Henrietta will einfach nur weg, so weit wie möglich. Gemeinsam mit ihrem Freund Quassel reist sie ins Weltall.

Die Schultasche packen, die Hausaufgaben machen, das Zimmer aufräumen. Als wäre das alles noch nicht genug Stress, streitet sie sich auch noch mit ihrem Vater. Er entdeckt in Henriettas Ranzen einen Brief der Schule. Außerdem hat er auch noch Stress mit seinem Chef. Die Stimmung ist sehr gereizt. Henrietta will einfach nur weg. Weit weg. Zum Glück kommt ihr Freund Quassel mit seiner Rakete vorbei und nimmt sie mit auf eine Reise durch das Weltall.

Dort treffen Henrietta und Quassel auf ganz unterschiedliche Lebewesen und Lebensgemeinschaften. Da gibt es zum Beispiel die liebenswerten, zotteligen Außerirdischen Gertrud, Lebowski und Kowalski. Das chaotische Trio lebt in einer Wohngemeinschaft und lehnt alle Regeln und Strukturen rundheraus ab. Tip und Top dagegen, die Henrietta und Quassel auf dem Planeten Tiptop kennenlernen, sind ganz anders gestrickt: Sie stellen sogar Regeln für Regeländerungen auf. Alpha, Beta und Omega wiederum tauschen jede Woche ihre Rollen, sodass jeder einmal Mutter, Vater und Kind sein kann und jeder Verständnis für den anderen hat.

Als Henrietta wieder zuhause ankommt, hat sie einiges gelernt: Etwa, dass es in keiner Familie immer nur glatt und ohne Streitereien läuft. Und dass jedes Familienmitglied seine ganz eigenen Vorstellungen, Bedürfnisse und Gefühle hat. Wichtig ist, dass sich alle in einer Gemeinschaft gegenseitig akzeptieren, gemeinsam Kompromisse finden und einander zuhören.

Wie man es von Henrietta und ihren Freunden gewohnt ist, gibt es im neuen Theaterstück wieder einiges zu erleben und viele Eindrücke für Augen und Ohren.

Das Stück vermittelt seine Botschaften gewohnt informativ, unterhaltsam und interaktiv. Die Kinder werden ermuntert, sich selbst zu reflektieren und sich ihre eigenen Erfahrungen in und mit der Familie bewusst zu machen: Geht es mir manchmal auch so? Kenne ich das? Wie läuft es in meiner Familie? Die Reflexionskraft der Kinder auf das eigene Erleben und Verhalten wird aktiviert und gestärkt, Handlungsalternativen werden spielerisch aufgezeigt und erfahrbar.

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